Ich habe eine schöne Studie im Netz gefunden, leider ist mir der Komponist unbekannt. Daher verändere die Ausgangsstellung leicht, worauf es bei der Lösung aber nicht unbedingt ankommt. Eine Besonderheit hat dieses Rätsel allerdings: Eine Engine mit normaler Suchzeit hat keine Chance, dieses Problem zu lösen. Also herrscht Chancengleichheit für jeden Schachfreund.
Weiss zieht und gewinnt:
Wer findet den richtigen Plan, um die schwarze Bauernkette zu knacken?
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Es sind auch durchaus Diskussionsbeiträge willkommen, die nicht die sofortige Lösung beinhalten. Gegebenenfalls werde ich mit der Zeit Tipps hinzufügen, falls das Rätsel doch zu schwierig sein sollte.
Update (Tipps!)
Es geht im wesentlichen darum, den Springer hinter die gegnerische Bauernkette zu führen, um einen schwarzen Bauern zu erorbern. Dafür kommen im wesentlichen die Bauern c5 und h6 in Frage. Fällt einer dieser beiden Bauern, lenkt man den schwarzen König mit dem Vormarsch eines neubildeten weißen Freibauern ab und frisst sich in der Zeit durch die schwarze Bauernkette, so dass der weiße König in das gegnerische Territorium vordringen kann.
Allerdings verteidigt der schwarze König recht geschickt die schwarzen Bauern, es gibt nur einen einzige Bauern, den er, in Zugzwang gebracht, nicht mehr decken kann, wenn der weiße Springer ein bestimmtes Feld erreicht.
Update 2 (Die Lösung):
Robert hat mir als erstes die Lösung per Mail zugesendet, ansonsten waren viele richtige Gedanken dabei, den Clou hat jedoch niemand so richtig gesehen.
Er hat irrtümlich den König nach c2 gestellt, dies spielt bei der Lösung der Aufgabe keine Rolle, da Weiß mehrfach den König bewegt, um den schwarzen König in Zugzwang zu bringen.
Erläuterung zur Lösung
Die Aufgabe kombiniert mehrere Gebiete der Schachstrategie und Endspieltheorie: Zunächst muss man überlegen, auf welchem Feld der weiße Springer seine beste Position einnehmen könnte. Nachdem man realisiert, dass Schwarz bei bester Verteidigung alle „normalen“ Wege mit dem schwarzen König zustellen kann, sieht man, dass er einzige mögliche Weg über a3 und h4 führt, wo er jeweils vom schwarzen Bauern geschlagen werden kann. Dies mündet aber in beiden Fällen in einem forciert gewonnenen Bauernendspiel für Weiß, da nun der weiße König mit einem Mehrbauern ins gegnerische Lager eindringen kann.

Springerwanderung über h3 nach a5. Das bindet den schwarzen König an c6/d6
Weiter nach d5
Von dort dann je nachdem wie sich der schwarze König entscheidet, von hinten die Bauern angreifen.
Ich schlage vor, den Springer über b2, a4, b6, c8, d6 nach f5 zu spielen. Dort kann man ev. den schwarzen König austempieren.
Mit dem Tip bin ich bei Sven, den Springer nach f5.
Dann hat der König nur h7 um den Bauern h6 zu decken und nach einem weißen Konigszug fällt h6. Danach fallen die anderen Bauern weil der schwarze König an den Freibauern h6 gebunden ist
…ich meinte natürlich nach a4…
Mit dem Tip bin ich bei Sven, den Springer nach f5.
Dann hat der König nur h7 um den Bauern h6 zu decken und nach einem weißen Konigszug fällt h6. Danach fallen die anderen Bauern weil der schwarze König an den Freibauern h6 gebunden ist
S über a4, b6 nach c8 kann ich folgen. Aber bei geschickter Verteidigung lässt der König doch Sd6 nebst Sf5 garnicht zu. Zumindest sehe ich das nicht in einer Zugreihenfolge.