Schachfreunde Lohmar I (1939) – SC Siegburg I (2041)

1. König, Christian (2041) – GM Andreev, Eduard (2396) 0 : 1

2. Langer, Raphael (2017) – IM Zavgorodniy, Sergiy (2323) 0 : 1

3. Ossowski, Rolf (1964) – Kolkin, Michail (2277) 0 : 1

4. Rokitta, Uwe (1862) – Steffens, Klaus (1944) ½ : ½

5. Dirschke, Philipp (1945) – Breest, Axel (1945) 1 : 0

6. Weiler, Wolfgang (1935) – Höck, Sebastian (1849) 0 : 1

7. Zhosan, Misha (1921) – Thullen, Andre (1822) 1 : 0

8. Fischer, Birk (1824) – Peukert, Manuel (1790) 1 : 0

Schade! Hier wäre mehr drin gewesen!

In Abwesenheit von Sven und Olaf mussten wir unsere Stammersatzspieler Misha und Birk aufstellen – aber gegen die hochklassige Siegburger Truppe mit 2 Titelträgern und mehreren Spielern mit Zweitbundesliga-Erfahrung waren unsere Chancen von Anfang an sehr gering. Die Siegburger waren um 11:00 Uhr vollzählig, aber unser Brett 7 fehlte zu Spielbeginn. Wir mussten alle Hebel in Bewegung setzen, um Misha „zur Beeilung anzutreiben“, aber das war von Erfolg gekrönt: 1 Minute vor der Zeitkontrolle von 30 Minuten kam Misha ins Spiellokal gestürmt, machte seinen 1. Zug und setzte die Uhr in Bewegung.

Nahezu alle Partien ergaben einen dramatischen Verlauf. Ich stellte mir die Frage, ob ich riskant auf Angriff spielen sollte (mit großer Rochade), oder ob ich erst einmal auf Sicherheit spielen sollte (mit kurzer Rochade). Ich entschied mich für die zweite Variante und nahm danach ein Remis-Angebot meines Gegners an. Es war davon auszugehen, dass die ersten 3 Bretter zu Gunsten der Siegburger ausgehen würden – aber an den anderen Bretter sah ich gute Chancen für die Lohmarer.

An Brett 5 ließ der Siegburger zu, dass Philipp mit seiner Dame auf b2 eindringen konnte und den weißen Turm auf a1 gewann. Im Gegenzug konnte er Philipps Königsstellung aufreißen und Matt drohen. Philipp verteidigte sich umsichtig, parierte die gegnerischen Drohungen und konnte den Angriff abwehren. Sein Gegner gab auf.

Kurze Zeit später stand es 2,5 : 0,5 für unser Team. Birk hatte einen ungenauen Zug seines Gegners ausgenutzt, drohte Damengewinn oder Matt. Sein Gegner gab auf.

An den anderen Brettern wurde zäh gekämpft, aber nach und nach konnten sich die Siegburger Spitzenspieler an den Brettern 1, 2, 3 Vorteile erarbeiten. Als erster musste Raphael die Stärke seines Gegners anerkennen. Als Schwarzer kam das „Blumenfeld-Gambit“ aufs Brett. Schwarz bekam alle Figuren auf gute Felder, riss die weiße Königsstellung auf und gewann sicher.

Kurz danach gab Rolf auf. Er hatte zwar nur einen Bauern weniger, aber er erkannte, dass er seine Figuren kaum noch ziehen konnte und damit die chancenlosigkeit weiterer Bemühungen . Er gab auf.

Gegen 14:00 Uhr gingen die Siegburger in Führung. Wolfgang hatte sich gut aufgebaut und glaubte, auf c5 einen Bauern gewinnen zu können. Aber er übersah, dass Schwarz im Gegenzug den Bauern b2 gewinnt und er schließlich mit einem Bauern weniger ins Endspiel gelangt. Er wurde nervös, fand nicht die richtigen Züge, übersah die Gegenüberstellung von Kh1 und Lc6 auf der offenen Diagonal. Er verlor eine Figur und gab auf.

An Brett 1 hatte Christian lange tapfer gegen den Großmeister gekämpft, aber der hatte einen Figur geopfert, die schwarze Stellung aufgerissen und viele Drohungen aufgestellt. Mit nur 1 Minute auf der Uhr für mehr als 10 Züge folgte ein Einsteller und Christian gab sofort auf.

An Brett 7 konnte Misha für eine Ergebniskorrektur sorgen. Er besiegte seinen Gegner zum Endstand von 3,5:4,5.

Wir haben uns alle in allem gut geschlagen. Vielleicht hätte ich nicht so früh Remis machen sollen?? Aber wir haben noch 8 Runden vor uns, um in der Tabelle nach oben zu kommen.

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